Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 11

POLITIK | 21 vor. Indirekte Restaurationen spielen in diesem Alter praktisch keine Rolle. Im Durchschnitt sind 0,4 Zähne mit Füllungen versorgt; bei Kindern mit Füllungen liegt die durchschnittliche Anzahl bei 2,2 Restaurationen. Diese ungleiche Verteilung spiegelt die bekannte Polarisation der Karies wider. Während der Pubertät steigt die Verbreitung (Prävalenz) von Restaurationen von 13 Prozent auf 48 Prozent an. Diesbetrifft in diesem Zeitraum immer noch nahezu ausschließlich direkte Restaurationen, also Füllungen. Im Durchschnitt nimmt die Anzahl restaurierter Zähne in diesem Zeitraum um etwa einen Zahn zu. Bis zum jungen Erwachsenenalter entwickeln zudem 43 Prozent der zuvor kariesfreien Kinder erstmals eine Karieserfahrung. Bei Kindern, die bereits zuvor eine Karieserfahrung aufweisen, setzt sich diese bei knapp einem Drittel weiter fort. Sowohl bei Neuerkrankungen als auch beim Fortschreiten der Erkrankung betrifft dies meist einen Zahn. Junge Erwachsene weisen dadurch durchschnittlich 1,4 gefüllte Zähne auf. Liegt eine Karieserfahrung vor, finden sich Füllungen an durchschnittlich 2,9 Zähnen. Restaurationen bei Erwachsenen Jüngere Erwachsene haben durchschnittlich 26,6 Zähne, 91 Prozent weisen dentale Restaurationen auf. Von den Betroffenen besitzen 99 Prozent direkte Restaurationen (Füllungen), während 40 Prozent indirekte Restaurationen aufweisen. Durchschnittlich sind 6,0 Zähne mit Füllungen versorgt. Die Prävalenz von Amalgamfüllungen beträgt in dieser Altersgruppe 35 Prozent, die zahnfarbener Füllungen 86 Prozent. Dies entspricht durchschnittlich 1,1 Zähnen mit Amalgamfüllungen und 4,8 Zähnen mit zahnfarbenen Füllungen. Füllungen aus Zementmaterialien wurden bei 3,6 Prozent der 35- bis 44-Jährigen festgestellt. Innerhalb des Beobachtungszeitraums von neun Jahren blieb die Prävalenz von Restaurationen weitgehend konstant. Während der Anteil direkter Restaurationen leicht abnahm, stieg der Anteil von Einzelzahnkronen auf 54 Prozent und jener von Inlays beziehungsweise Teilkronen auf 26 Prozent. Durchschnittlich reduzierte sich die Zahl der Füllungen auf 6,7, während die Zahl der Einzelzahnkronen auf 1,8 anstieg. Bei älteren Erwachsenen finden sich durchschnittlich 0,8 Inlays oder Teilkronen. Bei 85 Prozent von ihnen wurde ein Anstieg der Restaurationen beobachtet. Die Inzidenz von Sekundärkaries lag bei 16 Prozent. Insgesamt zeigt sich somit, dass bei vielen Erwachsenen eine Progression der Restaurationen stattfindet, diese jedoch mit durchschnittlich 0,5 zusätzlichen restaurierten Zähnen eher gering ausfällt. Restaurationen bei Seniorinnen und Senioren Jüngere Seniorinnen und Senioren verfügen im Schnitt über 19,3 Zähne, 89 Prozent weisen dentale Restaurationen auf. Die Prävalenz von Füllungen zm116 Nr. 11, 01.06.2026, (879) Inzidenz in beiden Fällen etwa + 1 Zahn = Restauration Restaurationen Inzidenz bei jungen Volljährigen Ältere Kinder mit Restaurationen 13 % Junge Volljährige mit Restaurationen 48 % Anzahl restaurierter Zähne, alle 0,3 1,4 1,9 2,9 Anzahl restaurierter Zähne in der Gruppe mit Restaurationen Anzahl restaurierter Zähne, alle Anzahl restaurierter Zähne in der Gruppe mit Restaurationen 43% Ältere Kinder: 12-Jährige | Junge Volljährige: 20-Jährige | Inzidenz/Progression: Anteil Personen (%) unter Risiko mit Neuerkrankungen/Erkrankungsfortschritt nach 9 Jahren Abbildung 1: Entwicklung dentaler Restaurationen während der Pubertät Ältere Kinder: 12-Jährige | Jüngere Erwachsene: 35- bis 44-Jährige | Jüngere Seniorinnen und Senioren: 65- bis 74-Jährige Zahnfüllungen Amalgam vs. zahnfarben Prävalenz Amalgamfüllungen Amalgamfüllungen Zahnfarbene Füllungen 1,5% 98% 31% 68% 24% 75% Ältere Kinder Jüngere Erwachsene JüngereSeniorinnen und Senioren ~ 1 % provisorische Füllungen 0,4% 35% 42% Abbildung 2: Verbreitung von Amalgam- versus zahnfarbenen Füllungen in verschiedenen Altersgruppen

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