zm116 Nr. 11, 01.06.2026, (880) 22 | POLITIK liegt bei 79 Prozent. Durchschnittlich sind 4,8 Zähne mit Füllungen versorgt. Die Häufigkeit von Amalgamfüllungen beträgt 42 Prozent, jene zahnfarbener Füllungen 74 Prozent. Im Durchschnitt entspricht dies 1,3 Zähnen mit Amalgamfüllungen und 3,3 Zähnen mit zahnfarbenen Füllungen. Zementfüllungen wurden bei 2,5 Prozent der 65bis 74-Jährigen festgestellt. Inlays und Teilkronen waren bei 24 Prozent der jüngeren Seniorinnen und Senioren eingesetzt, mit durchschnittlich 0,7 entsprechend versorgten Zähnen. Indirekte Restaurationen aus Gusslegierungen wurden bei 17 Prozent, zahnfarbene Varianten bei 11 Prozent festgestellt. Einzelzahnkronen weisen 72 Prozent auf; davon sind 66 Prozent zahnfarben und 29 Prozent metallisch. Durchschnittlich bestehen 3,4 Einzelzahnkronen pro Person. Der Anteil von Personen mit direkten Füllungen an allen Restaurationen sinkt im höheren Alter leicht von 81 Prozent auf 72 Prozent. Gleichzeitig steigt der Anteil mit indirekten Versorgungen: Die Prävalenz von Einzelzahnkronen nimmt von 66 Prozent auf 70 Prozent zu, während sich die Prävalenz von Inlays und Teilkronen auf 13 Prozent verdoppelt. Entsprechend reduzierte sich die durchschnittliche Anzahl an Füllungen im Beobachtungszeitraum von 4,1 auf 3,8, während die Zahl der Einzelzahnkronen von 2,9 auf 3,3 anstieg. Inlays und Teilkronen erhöhten sich von 0,2 auf 0,3. Eine Zunahme der Restaurationen wurde bei 83 Prozent der Seniorinnen und Senioren beobachtet. Mit durchschnittlich 0,3 neuen Restaurationen innerhalb von neun Jahren fällt diese Entwicklung jedoch – ähnlich wie bei Erwachsenen – vergleichsweise gering aus. Sekundärkaries Sekundärkaries, definiert als neu entstandene sondierbare Dentinkaries an den Rändern bestehender Restaurationen, wurde sowohl bei Amalgam- als auch bei zahnfarbenen Füllungen festgestellt, allerdings insgesamt in einem geringen Ausmaß. Da bei älteren Kindern kaum Amalgamfüllungen vorhanden sind, ist ein aussagekräftiger Vergleich der Materialien in dieser Altersgruppe nicht möglich. Bei jüngeren Erwachsenen zeigen Amalgamfüllungen hinsichtlich der Entwicklung von Sekundärkaries leichte Vorteile, während bei jüngeren Seniorinnen und Senioren zahnfarbene Füllungen günstiger abschneiden. Unter Alltagsbedingungen und unter Berücksichtigung unterschiedlich alter Restaurationen gibt es insgesamt jedoch keine systematischen Unterschiede zwischen den verschiedenen Materialien. n DMS • 6 EN DÉTAIL Alle Informationen und Erkenntnisse der Sechsten Deutschen Mundgesundheitsstudie in fünf Beiträgen: n zm 10/2026: Karies n zm 11/2026: Restaurationen n zm 12/2026: Parodontitis n zm 13-14/2026: Systemerkrankungen n zm 15-16/2026: Fazit – Bedeutung der Ergebnisse für die Versorgung Prof. Dr. med. dent. A. Rainer Jordan, MSc Wissenschaftlicher Direktor Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) Universitätsstr. 73, 50931 Köln Foto: IDZ Ältere Kinder: 12-Jährige | Jüngere Erwachsene: 35- bis 44-Jährige | Jüngere Seniorinnen und Senioren: 65- bis 74-Jährige | Sekundärkaries: Dentinkaries am Restaurationsrand Ältere Kinder Jüngere Erwachsene Jüngere Seniorinnen und Senioren Im Durchschnitt Amalgamfüllung zahnfarbene Füllung 0% 1,2% 2,9% 2,3% 1,8% 1,5% 2,0% 1,7% Sekundärkaries an Zahnfüllungen Amalgam vs. zahnfarben Abbildung 3: Sekundärkaries an Zahnfüllungen Amalgam versus zahnfarbene Füllung
RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=