POLITIK | 27 Um unnötige stationäre Behandlungen zu vermeiden, sollte die ambulante Versorgung ausgebaut und die Steuerung der Patienten verbessert werden. Die Preise für innovative Arzneimittel sollten sich konsequenter am therapeutischen Zusatznutzen orientieren. Wirtschaftsweise plädieren für die Zuckersteuer Zudem sprachen sich die Wirtschaftsweisen für mehr Prävention aus. So empfahlen sie, Standards für gesunde Ernährung in Kitas und Schulen verbindlich festzulegen und Werbung, zum Beispiel für gesundheitsschädliche Lebensmittel, einzuschränken. Auch höhere Steuern oder Mindestpreise auf Tabak, Alkohol und stark zuckerhaltige Lebensmittel könnten laut den Wirtschaftsweisen dazu beitragen, den gesundheitsgefährdenden Konsum zu senken. Außerdem plädierten sie dafür, die beitragsfreie Mitversicherung von nicht kindererziehenden Ehepartnerinnen und Ehepartnern abzuschaffen. Dies würde die GKV entlasten und zugleich die Erwerbsanreize von Zweitverdienern stärken. Zudem schlugen sie vor, für aktuell beitragsfrei mitversicherte Ehepartner einen angemessenen Krankenkassenbeitrag zu bestimmen. Insgesamt sei Deutschlands Wirtschaft durch den Iran-Krieg und durch die in der Folge gestiegenen Energiepreise belastet, betonten die Ökonomen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde 2026 preisbereinigt nur noch minimal um 0,5 Prozent und 2027 um 0,8 Prozent wachsen. ao zm116 Nr. 12, 16.06.2026, (981) GKV-Ausgaben nach Leistungsbereichen im Jahr 2025 Anteil an den Ausgaben in Prozent Krankenhausbehandlung Ärztliche Behandlung Krankengeld Netto-Verwaltungskosten Arzneimittel Heil- und Hilfsmittel Zahnärztliche Behandlung Sonstige Ausgaben 32 17 15 8 6 5 4 14 Foto: BMG, Sachverständigenrat Die Ausgaben der GKV beliefen sich im Jahr 2025 auf rund 352 Mrd Euro. Mit 32 Prozent entfällt der größte Teil der Ausgaben auf Krankenhausbehandlungen, gefolgt von Arzneimitteln (17 Prozent) und ärztlichen Behandlungen (15 Prozent). Sommerfortbildung des VFwZ „Smarte Prothetik: Trends und Entwicklungen in der digitalen Prothetik“ Kloster Seeon 3. – 4. Juli 2026 Für Forschung und Prävention Wir freuen uns auf folgende Referent*innen: Prof. Dr. Peter Knüpper, Prof. Dr. Jan-Frederik Güth, PD Dr. Oliver Schubert M.Sc., Dr. Dr. Markus Tröltzsch, Prof. Dr. Dr. Christian Walter, PD Dr. Tobias Graf M.Sc., Prof. Dr. Bogna Stawarczyk, Dr. Steffani Görl M.Sc., ZT Oliver Hüsken, Prof. Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel Info und Anmeldung www.eazf.de/sites/vfwz-sommerfortbildung-seeon
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