TITEL | 39 wahrscheinlich ist. Zur Orientierung kann eine röntgenologische Analyse eingesetzt werden. Die Unterscheidung zwischen beiden Kariesläsionen ist klinisch bedeutsam, da sie die therapeutische Erwartungshaltung prägt. Während bei tiefer Karies eine Pulpaexposition häufig vermieden werden kann, sollte sie bei extrem tiefer Karies antizipiert und therapeutisch eingeplant werden. Die Leitlinie betont zugleich die Limitierungen der radiologischen Diagnostik: Das Fehlen eines radiologisch erkennbaren Restdentinstreifens ist kein absolut verlässliches Kriterium, sollte aber als Warnsignal verstanden werden. zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1089) Abb. 1: Beispiel selektive Kariesexkavation: a: diagnostisches Röntgenbild b: klinische Darstellung der Ausgangssituation c: klinische Darstellung der kariösen Läsion nach Entfernung der vorhandenen Restauration d: klinische Entscheidungsfindung: Indikation für selektive Kariesexkavation e: klinische Darstellung nach selektiver Kariesexkavation Fotos: Sascha Herbst ZM-LESERSERVICE Die Literaturliste kann auf www.zm-online.de abgerufen oder in der Redaktion angefordert werden. a c d b e
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