54 | ZAHNMEDIZIN FORTBILDUNG INTRAORALSCANNER Mein langer Start in den digitalen Workflow Boris Jablonski Der Weg in den digitalen Workflow beginnt für die meisten Praxen mit dem Kauf eines IOS und der Datenakquise für die digitale Abformung. Ich bin nicht nur Zahnarzt, sondern auch gelernter Zahntechniker – vor diesem Hintergrund habe ich den digitalen Workflow immer als komplette Wertschöpfungskette vom Scan bis zur fertigen Krone oder Brücke gesehen. Und trotzdem lange mit der Anschaffung von Scanner & Co. gezögert. Die erste Berührung mit einem Scanner hatte ich während meiner Assistenzzeit im Jahr 2009. Die Praxis, in der ich arbeitete, war zu diesem Zeitpunkt mit einem CEREC-3 der Firma Sirona und dem dazugehörigen Scanner ausgestattet. Mein damaliger Chef riet mir, mich mit dem System zu beschäftigen, „da hier die Zukunft für die Praxen liegt“. Im nächsten Satz fügte er hinzu: „Lass den Scanner nicht fallen, er kostet sehr viel Geld.“ Ich erzähle von einer Zeit, in der Elektronikversicherungen diesen digitalen Bereich in der Praxis nicht abgedeckt haben. Seitdem hat sich bei Intraoralscannern sehr viel getan, sowohl technisch als auch im Hinblick auf Kosten und Nutzen. In den vergangenen Jahren hat sich hier ein völlig neues Spektrum mit deutlichen qualitativen Verbesserungen entwickelt. Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir damals die Präparationen mit einem Puder besprühen mussten, damit der Scanner die Präparationsgrenzen überhaupt erkennen konnte. 2010 habe ich meine eigene Praxis gegründet und mich zunächst gegen einen Scanner und eine Schleifeinheit entschieden. Anfangs hatte ich überlegt, ein gebrauchtes CEREC-3-Gerät mit Intraoralscanner anzuschaffen – Konstruktion einer Implantatkrone aus den Daten eines Intraoralscans: Die Daten aus dem Intraoralscanner sind die Grundlage für das digitale Planen und Produzieren. zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1104)
RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=