Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 13-14

zm116 Nr. 13-14, 16.07.2026, (1118) 68 | PRAXIS AUFSUCHENDE BETREUUNG IN DER HÄUSLICHKEIT UND IN PFLEGEEINRICHTUNGEN So integrieren Sie die Seniorenzahnmedizin in Ihre Praxis! Dirk Bleiel, Johannes G. Bischoff, Yannik Orth Die zahnärztliche Betreuung älterer und vulnerabler Patienten ist für viele Zahnarztpraxen immer noch ein Randthema. Doch mit dem demografischen Wandel steigt auch der Versorgungsbedarf in der Seniorenzahnmedizin. Wir zeigen mithilfe von Entscheidungs- und Abrechnungshilfen, wie Sie Patientinnen und Patienten mit Einschränkungen erkennen, behandeln und in Ihre Praxisabläufe integrieren. Mehr als sechs Millionen Bürger in Deutschland hatten 2025 einen Pflegegrad, zusätzlich bekam etwa eine Million Eingliederungshilfe. Diese Menschen – statistisch ist das etwa jeder 14. Patient – haben Anspruch auf besondere präventive und therapeutische zahnärztliche Leistungen. Vulnerable Patienten erkennen Der Pflegegrad oder der Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe werden von den Patientinnen und Patienten beziehungsweise Angehörigen allerdings nicht immer aktiv angegeben. Und häufig sind die Einschränkungen auch nicht auf den ersten Blick erkennbar. Umso wichtiger ist ein systematisches, explizites Abfragen im Anamnesebogen, etwa nach: n Pflegegrad oder Eingliederungshilfe, n gesetzlicher Betreuung und Schwerbehinderung sowie n relevanten Kontaktpersonen (Angehörige, Pflegekräfte). Abb. 1: Entscheidungshilfe mobile PAR-Behandlung (verkürzte Therapiestrecke) Foto: Dr. Dirk Bleiel

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