Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 17

ZAHNMEDIZIN | 31 bibliothek griffen die Patienten im Median auf fünf (IQR 2–10) Artikel zu, was 8,5 Prozent der verfügbaren Inhalte entspricht. Nur acht Patienten (9,4 Prozent) griffen auf mindestens 25 Prozent der Bibliothek zu, und keiner auf mindestens 75 Prozent.“ Die Artikelaufrufe konzentrierten sich auf einführende Inhalte, die die Diagnose und die Grundlagen der Parodontitis erklärten (61,6 Prozent; von 89,4 Prozent der Nutzer aufgerufen). Hinweise zur Mundhygiene wurden nur von 43,5 Prozent der Nutzer abgerufen, Inhalte zu systemischen Zusammenhängen bei Parodontitis von 7,1 Prozent. Auch Risikofaktor-spezifische Inhalte erreichten die Zielgruppe nur selten: Lediglich drei von zwölf Diabetikern und zwei von 17 Rauchern lasen die entsprechenden Artikel. Fazit „Diese Beobachtungen legen nahe, dass die phasenspezifische und risikoadaptierte Bereitstellung von Inhalten nicht wie gewünscht funktionierte“, schreiben die Studienautorinnen und -autoren. Das Fehlen eines messbaren Interventionseffekts führen sie dabei auf mehrere Faktoren zurück. So verweisen sie unter anderem auf Probleme beim Handling der App, das in den einzelnen Zentren unterschiedlich gehandhabt wurde. Darüber hinaus könnten „niedrige Entzündungswerte zu Studienbeginn“, eine „unvollständige Durchführung der Intervention und Unterschiede zwischen den Untersuchern“ dazu beigetragen haben, dass mögliche kleine Effekte zugunsten der App nicht nachweisbar waren. Einzelne explorative Analysen deuten zwar auf potenzielle Vorteile bei moderat engagierten App-Nutzerinnen und -Nutzern hin. Dennoch betonen die Autoren, „dass die Gesamtnutzung [der App] kein verlässlicher Indikator für effektives Engagement [des Patienten] ist“. Eine eindeutige Interpretation sei jedoch nicht möglich gewesen. Folglich keine Empfehlung für die Übernahme in die GKV-Versorgung Das Projekt „Paro-ComPas“ wurde inzwischen beendet. Der Innovationsausschuss des G-BA hat im Juli 2026 den Abschlussbericht geprüft und formal beschlossen, für diese spezifische App-Intervention keine Empfehlung für eine Überführung in die reguläre Versorgung der gesetzlichen Krankenkassen auszusprechen. Dennoch dürfte die Studie wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse für die künftige Entwicklung digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) im Bereich der Zahnmedizin geliefert haben – insbesondere was die Erwartungshaltung an die Nutzung spezifischer Inhalte angeht. br Die Studie: Dannewitz, B., J. Deschner, C. Dörfer, et al. 2026. „Clinical Outcomes of a Digital Companion in Periodontal Care: A Randomised Controlled Trial.“ Journal of Clinical Periodontology 1–14. https://doi.org/10.1111/jcpe.70181 zm116 Nr. 17, 01.09.2026, (1273) Hardwarelösungen vom Dentalexperten CGM Dentalsysteme: Ihr Partner für IT-Infrastruktur in der Zahnarztpraxis. Vertrauen Sie auf unsere Expertise in Hardware, IT-Sicherheit und Telematikinfrastruktur. Gemeinsam gestalten wir die digitale Zukunft Ihrer Praxis. Sicher, zuverlässig, effizient. cgm.com/dental-hardware LDM-910_DEN_0726_NME CGM Dentalsysteme: Ihr Partner für

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