ZAHNMEDIZIN | 57 berücksichtigt werden muss. Im vorliegenden Fall konnte der Primärtumor des Mundbodens vollständig reseziert werden; initial ergaben sich keine Hinweise auf ein Rezidiv oder eine weitere Manifestation. Nach dem Nachweis der intraossären Unterkiefermanifestation drei Jahre später erfolgte zunächst die operative Entfernung der Läsion. Aufgrund der ossären und perineuralen Infiltration sowie des aggressiveren histologischen Erscheinungsbildes wurde anschließend eine erweiterte onkologische Resektion des betroffenen Unterkieferabschnitts notwendig. Die Rekonstruktion erfolgte zweizeitig: zunächst mit einer Rekonstruktionsplatte zur Sicherung der Kontinuität und der funktionellen Stabilität, anschließend mittels avaskulärem Beckenkammtransplantat. Bei komplexen Unterkieferdefekten kann ein zweizeitiges rekonstruktives Vorgehen grundsätzlich sinnvoll sein: zunächst onkologisch sichere Resektion und funktionelle Stabilisierung, anschließend definitive knöcherne Rekonstruktion nach Ausschluss einer raschen Progression [Brown et al., 2016]. Im vorliegenden Fall muss das Timing der definitiven Rekonstruktion jedoch retrospektiv kritisch eingeordnet werden. Zwar war zum Zeitpunkt der Beckenkammrekonstruktion formal noch keine Malignität gesichert, allerdings lagen mit der ossären und perineuralen Manifestation, der neurologischen Symptomatik und einer ausgeprägteren Kernpleomorphie bereits Hinweise auf eine biologisch instabilere Tumorsituation vor. Vor diesem Hintergrund hätte ein längerer Beobachtungszeitraum vor der definitiven knöchernen Rekonstruktion oder ein noch zurückhaltenderes rekonstruktives Vorgehen erwogen werden können. Dass das spätere Rezidiv neben dem nativen Unterkiefer auch das avaskuläre Beckenkamminterponat infiltrierte, unterstreicht die Notwendigkeit, das rekonstruktive Timing bei unklarer Tumorbiologie eng mit der onkologischen Verlaufskontrolle abzustimmen [Haas et al., 2020]. Für fortgeschrittene, inoperable oder metastasierte Verläufe werden neben der Operation auch strahlentherapeutische und systemische Konzepte diskutiert [Martin-Broto et al., 2020]. Neuere Daten relativieren dabei die Wirksamkeit konventioneller zytotoxischer Chemotherapien beim fortgeschrittenen SFT. So zeigte die im Rahmen des ASCO-Kongresses 2023 Ein weißeres Lächeln lässt DeineWelt erstrahlen Erfahren Sie mehr über Opalescence Zahnaufhellung auf ultradentproducts.com/smilewithpurpose und lassen Sie Ihre Patienten strahlen. Ein strahlendes Lächeln gibt Ihren Patienten das Selbstvertrauen, häufiger zu lachen. Opalescence verleiht Ihren Patienten nicht nur ein strahlend weißes Lächeln, sondern auch ein blendendes Aussehen und ein positives Gefühl. Damit werden schöne Tage noch schöner. © 2026 Ultradent Products, Inc. Alle Rechte vorbehalten. ULTRADENTPRODUCTS.COM de.ultradent.blog
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