Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 17

78 | zmSTARTER zm116 Nr. 17, 01.09.2026, (1320) PRAXISÜBERNAHME IN BERLIN-PANKOW Diese Powerfrau weiß, wofür ihre Praxis steht! Nadja Alin Jung, Rico Uhlig Als Friederike Heinrich am 1. April 2025 die Schlüssel zu ihrer eigenen Praxis in Berlin-Pankow übernimmt, weiß sie: Vor ihr liegt kein romantischer Neustart mit frischer Farbe und bezugsfertigen Räumen, vor ihr liegt ein Projekt unter Echtbedingungen – inklusive kleiner Katastrophen. Selbstständigkeit war für Heinrich lange eine diffuse Idee. In ihrer Anstellung konnte sie früh mitgestalten, übernahm Managementaufgaben, baute Strukturen mit auf. So wuchs sie aus der Angestelltenrolle heraus. Es gab keinen dramatischen Wendepunkt, aber irgendwann dachte sie: „Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht. Irgendwann muss man entscheiden, ob man es wirklich will.” Dass dieser Moment ausgerechnet in einer Lebensphase kam, in der Familie und Beruf ohnehin Organisationskunst verlangten, gehört im Nachhinein zur Dramaturgie dieser Gründung. Für die betriebswirtschaftliche Planung und die Praxissuche wandte sich Heinrich an ihren Finanzberater Rico Uhlig von der Deutschen Ärzte Finanz (DÄF), mit dem sie bereits seit vielen Jahren in Kontakt stand. Kurz vor Weihnachten 2024 erteilte sie den Auftrag – und wenige Tage später lag ein konkretes Objekt auf dem Tisch. Drei Monate später war Friederike Heinrich Praxisinhaberin – so schnell kann es manchmal gehen! Die Standortwahl war für Heinrich eng mit ihrer eigenen Biografie verbunden. Ihr Wunsch war es, in der Nähe ihres Heimatorts im Berliner Umland zu leben und zu arbeiten, wo sie familiär verwurzelt ist. Da sich dort jedoch keine geeignete Praxis zur Übernahme fand und ein Neubau zu viel Zeit in Anspruch genommen hätte, fiel die Entscheidung auf Berlin-Pankow – eine pragmatische Wahl, die sich schnell als die richtige erwies. Der Bezirk bietet ideale Voraussetzungen: Zahlreiche Familien, viele Kitas und Schulen sowie eine gut situierte Nachbarschaft bilden die Zielgruppe. Ergänzt wird das Umfeld durch eine Physiotherapiepraxis, einen Kinderarzt und weitere familienorientierte Angebote wie Kinder-Yoga. Hat sich der Schritt in die Selbstständigkeit gelohnt? Friederike Heinrich lässt daran keinen Zweifel. Es gab Momente, in denen die Baustelle und ungeplante Entscheidungen an ihren Nerven zehrten. Aber bereut hat sie die Selbstständigkeit keinen einzigen Tag. „Kinder, Eltern, Geschwister – das ist im Alltag die Realität. Und die Praxis soll das abbilden.” Friederike Heinrich Foto: privat Die Praxis soll nicht nach Zahnarzt aussehen. Das war Friederike Heinrichs Bedingung. Fotos: m2c

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