Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 17

zmSTARTER | 79 zm116 Nr. 17, 01.09.2026, (1321) Eine Studienfreundin ist jetzt bei ihr angestellt Auch das Naming passt dazu. Heinrich wünschte sich einen Praxisnamen, der nicht an ihre Person geknüpft ist. Denn „Dentelle Berlin“ ist kein Einzelkämpferprojekt: Für die allgemeine Zahnheilkunde ist Nelli Birkholz als angestellte Zahnärztin an Bord. Die Freundin aus Studientagen war zum richtigen Zeitpunkt auf Stellensuche. „Das hat super gepasst!” Heinrich selbst behandelt in erster Linie Kinder – mit besonderem Fokus auf ganzheitlicher Zahnmedizin und Zungenbandverkürzungen. Mit dem KFO-Master bietet sie auch kieferorthopädische Behandlungen an. Die Aufgabenteilung ist klar, das Konzept trägt einen Namen, hinter dem beide Zahnärztinnen stehen können. Schon im Studium zog es Heinrich in Richtung KFO. In der Assistenzzeit merkte sie, dass ihr der Umgang mit Kindern liegt. „Kinder sind direkt. Sie lassen sich gut durch eine Behandlung leiten, wenn das Vertrauen da ist“, berichtet Heinrich. „Später kam dann meine eigene Erfahrung als dreifache Mutter hinzu.“ In der alten Praxis, die ausschließlich auf Kinder spezialisiert war, hatte sie erlebt, dass Kinder und Erwachsene gleichermaßen gut auf das Konzept ansprachen, dort aber nicht gemeinsam behandelt werden konnten. Genau das wollte sie anders machen. Mit der Übernahme zum 1. April 2025 ging Dentelle Berlin sofort in Betrieb: In einem Interimsraum behandelte Heinrich weiter, während der Rest der Praxis zur Baustelle wurde. Geplant waren sechs Monate. Geworden sind es neun. „Man unterschätzt, wie viele Entscheidungen auf einen zukommen. Oft entscheiden scheinbare Kleinigkeiten darüber, ob der Betrieb läuft”, sagt Heinrich. Seit Januar 2026 arbeitet das Team endlich in den fertigen Räumen. Natürlich gab es kleine Katastrophen Zu den kleinen Katastrophen zählten ein neues Röntgengerät und eine Klimaanlage, für deren Installation Boden und Decke gleich mehrfach aufgerissen werden mussten, bis alles passte. Dass die Praxis trotz allem nicht in HOW TO: FAMILIENPRAXIS MIT PROFIL 1. Konzept vor Gestaltung. Erst klären, für wen die Praxis da ist und was sie kann – dann gestalten. Das Corporate Design ist ein Kompass, nicht der Ausgangspunkt. 2. Teamrollen klar definieren. Wer behandelt wen? Klare Zuständigkeiten schaffen Orientierung – für die Patienten und für das Team. 3. Räume als Teil des Angebots denken. Design ist kein Luxus, sondern Teil der Patientenerfahrung. Wer Vertrauen aufbauen will, fängt im Wartezimmer an. 4. Kinderkommunikation mit System. Brief, Urkunde, Zeugnis: Kleine Rituale mit großer Wirkung stärken die Bindung. 5. Umbau mit Puffer planen. Aus sechs Monaten werden neun. Wer Verzögerungen von Anfang an einkalkuliert – räumlich und finanziell –, bleibt handlungsfähig.

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