POLITIK | 29 bezahlbar ist und auch bereit ist, mehr als halbtags tätig zu sein. Daher kann man auch bei der Berliner Ausbildungsplatzabgabe ab zehn Mitarbeitern nur den Kopf schütteln. Eine besondere und große Herausforderung für die Berliner Zahnärzteschaft ist die aktuell laufende Aufklärung der Verluste des Versorgungswerks. Es ist mehr als verständlich und nach aktuell öffentlich bekanntem Ermittlungsstand wohl leider auch berechtigt, dass sich die Kolleginnen und Kollegen Sorgen um ihre Altersversorgung machen. Als Standesvertretung der Berliner Zahnärzteschaft begrüßen wir alle Maßnahmen, die zu einer transparenten Klärung der aktuellen Situation beitragen und die Sicherung unserer Altersversorgung zum Ziel haben. Den neu gewählten Gremien im Versorgungswerk sollte volles Vertrauen entgegengebracht werden. Fokus muss jetzt sein, neben der Ursachenanalyse das verbliebene Vermögen und damit die Renten zu sichern. Trotz all dieser genannten Herausforderungen lag die Wahlbeteiligung zur Delegiertenwahl der ZÄK Berlin nur bei 35 Prozent. Das heißt, es fehlt leider auch an Engagement und Beteiligung unserer Kollegenschaft selbst. Wir brauchen politischen Nachwuchs! Welche Forderungen haben Sie an die Landespolitik? Lo Scalzo: Die Politik muss die Versorgung stärken, statt ihre Grundlagen weiter zu schwächen. Wir fordern, Prävention dauerhaft zu sichern, nicht nur, aber insbesondere für vulnerable Patientengruppen. Praxisstandorte müssen gestärkt und die Rahmenbedingungen für die ambulante Versorgung verbessert werden. Beim Bürokratieabbau brauchen wir gemeinsam mit der Politik konkrete und wirksame Lösungen. Für Reformen gilt: Wer Versorgung ändern möchte, muss diejenigen beteiligen, die sie täglich leisten. Die zahnärztlichen Organisationen gehören deshalb immer an den Verhandlungstisch. Göpner-Fleige: Ich wünsche mir und stehe sehr gerne für einen regelmäßigen Austausch mit der Politik zu all unseren Belangen zur Verfügung. Eine konstruktive Kommunikation miteinander ist elementar. Wir schildern unsere Sorgen und Probleme, möchten gehört werden und gemeinsam praxisnahe Lösungen erarbeiten. Wichtig ist mir hierbei nicht nur das bloße Ansprechen, sondern das Lösen und vor allem das Umsetzen. Wir sind für die Gesundheitsversorgung der Stadt essenziell. Mit unseren über 6.200 großartigen Kolleginnen und Kollegen in Berlin erfüllen wir nicht nur zahnmedizinische Belange. Wir leisten einen wichtigen Teil zu einer gesunden Gesellschaft. Wir sprechen mit unseren Patientinnen und Patienten, und oft geht es nicht nur um Zähne, und das ist gut so! Ein ehrlich gemeintes Gespräch und Zeit für unsere Patientinnen und Patienten helfen allen. Die Fragen stellte Anne Orth. Über den QR-Code finden Sie die Positionen der fünf bislang im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien zu Themen, die Zahnärzte betreffen. zm116 Nr. 18, 16.09.2026, (1367) VITALERHALTUNG DER PULPA IN DER TÄGLICHEN PRAXIS MTA vpt • Zuverlässig: mineralisiert zu einer bakteriendichten Versiegelung • Zeiteffizient: sofortige Weiterverarbeitung durch druckloses Überschichten • Praktikabel: für Kariesmanagement und Vitale Pulpa Therapie einsetzbar VITAL statt Endo. VOCO GmbH · Anton-Flettner-Straße 1-3 · 27472 Cuxhaven · Freecall 00 800 44 444 555 · www.voco.dental
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