Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 18

TITEL | 41 sowie zelluläre Prozesse unterstützen. In den gezeigten Fällen wurde PRF als Schutz-/Leitmatrix und zur Biologisierung von Augmentaten verwendet; potenzielle Vorteile betreffen die frühe Gewebeorganisation, die Koagelstabilität und den Patientenkomfort bei reduzierter Weichgewebsmobilisation. Eine generelle Überlegenheit gegenüber vollständig geschlossenen Verfahren lässt sich daraus nicht ableiten; die Indikationsstellung und Defektmorphologie bleiben entscheidend. Die vorgestellten Kasuistiken verdeutlichen das klinische Potenzial biologisierter Therapiekonzepte. PRF als autologes Biomaterial kann eine biologisch unterstützte Wundheilung fördern und in ausgewählten Situationen eine reduzierte Weichgewebemanipulation ermöglichen. Trotz vielversprechender klinischer Beobachtungen bedarf es weiterer prospektiver Studien mit größeren Fallzahlen, um die Langzeiteffekte von PRF-Protokollen im Vergleich zu etablierten Verfahren zu evaluieren. Auch die klinische Standardisierung der PRF-Anwendung – insbesondere hinsichtlich der Materialkombinationen – bleibt ein zukunftsweisendes Thema. „ Abb. 16: Situs nach Defektauffüllung und Nahtadaptation Abb. 17: Situs 14 Tage nach Amputation der mesialen Wurzel Abb. 18: Scan der ausgeheilten Situation bei Erhalt der vertikalen und der horizontalen Dimension sechs Monate nach Wurzelamputation Abb. 19: Situs 18 Monate postoperativ Fotos: Jens Weusmann *qr.medtrix.group/ zm-online-newsletter Foto: svetazi – stock.adobe.com Der zm-online Newsletter Ihr wöchentliches Dental-Update zu Praxis, Wissenschaft & Politik mit den aktuellsten News und zahnmedizinischen Fachbeiträgen kompakt zusammengefasst direkt in Ihr Postfach. JETZT abonnieren*

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