54 | NACHRICHTEN NEWS PRODUKTIONSENGPÄSSE BEI RÖNTGENFILMEN Dentalhandel hilft bei Problemen mit analogen OPGs Analoge OPG-Röntgenfilme werden knapp, da der Hauptlieferant Carestream, früher Kodak, die Produktion eingestellt hat. Nach aktuellem Stand gibt es auf dem deutschen Markt damit keine Röntgenfilme für die extraorale Anwendung mehr. Um die Zahnarztpraxen zu unterstützen, hat der Bundesverband Dentalhandel (BVD) eine Informationsplattform gestartet. Unter www.bvdental.de/service/roentgenangebote/ finden Praxisinhaberinnen und -inhaber eine kuratierte, Hersteller-übergreifende Übersicht der aktuellen Branchenlösungen. Außerdem präsentiert er auf der Plattform Sonderaktionen für einen nahtlosen Wechsel auf digitale Workflows: von wirtschaftlichen SpeicherfolienSystemen bis zu Komplett- und Austauschpaketen für moderne digitale 2D- und 3D-Röntgengeräte. Wie der BVD weiter mitteilte, stehe er parallel dazu im Austausch mit der Bundeszahnärztekammer. Ziel sei es, Praxen, die mit analogen OPG-Filmen arbeiten, weiterhin diese Filme anzubieten. Derzeit werde intensiv sondiert, welche Hersteller diese Produkte auf dem deutschen Markt noch anbieten. ao SICHERUNG DER VERSORGUNG IM LÄNDLICHEN RAUM Zwei Brandenburger Landarztstipendien gehen an Zahnärzte In Brandenburg sollen künftig jedes Jahr zwei der insgesamt 18 Landarztstipendien an angehende Zahnärztinnen und Zahnärzte an gehen. Das sieht der vom Landeskabinett beschlossene Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 vor, der allerdings noch das parlamentarische Verfahren durchlaufen muss. Damit werde die von ihr geforderte Erweiterung des Landärzteprogramms auf Zahnärzte nun umgesetzt, teilte die KZV Brandenburg (KZVLB) mit. „Wir freuen uns sehr, dass aus der Ankündigung im Koalitionsvertrag nun ein konkreter Schritt wird“, betonte KZV-Chef Dr. Eberhard Steglich. Angesichts der wachsenden Herausforderungen bei der Gewinnung zahnärztlichen Nachwuchses sei das ein wichtiges Signal für die Zukunft der zahnmedizinischen Versorgung im Land. Die zwei Stipendien würden den bestehenden Bedarf zwar noch nicht decken, seien aber ein wichtiger Anfang. Angesichts der begrenzten finanziellen Möglichkeiten des Landes sei es gut, dass jetzt der erste Schritt erfolgt sei. Laut Brandenburgs Gesundheitsminister René Wilke braucht die wohnortnahe Versorgung vor allem gut ausgebildete Fachkräfte, die auch bereit sind, dauerhaft im Land zu arbeiten. Das Landärzteprogramm hat sich der KZVLB zufolge in der Humanmedizin als Instrument der Nachwuchsgewinnung bereits etabliert. Für die Zahnmedizin bestehe vergleichbarer Handlungsbedarf. Die Studienkapazitäten im Land sind jedoch begrenzt. Bislang kann man in Brandenburg nur an der privaten Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) Zahnmedizin studieren. ao GESETZENTWURF DER BUNDESREGIERUNG Alkoholsteuer soll um 20 Prozent steigen Geplant ist eine Anpassung der Alkohol-, Schaumwein- und Zwischenerzeugnissteuer sowie der Alkopopsteuer. Das geht aus dem kürzlich vorgelegten Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes 2027 hervor. „Durch die Anpassung der Steuersätze wird ab dem Jahr 2027 mit jährlichen Steuermehreinnahmen in Höhe von 455 Millionen Euro gerechnet“, heißt es in dem Entwurf. Im Jahr 2025 wurden laut Statistischem Bundesamt 149 Millionen Liter Alkohol in Deutschland versteuert. Der Bund erzielte im vergangenen Jahr durch die Alkoholsteuer (ehemals Branntweinsteuer) Einnahmen in Höhe von 2,1 Milliarden Euro. sth Das Landärzteprogramm soll in Brandenburg auf Zahnärzte ausgeweitet werden. Ziel ist, die zahnmedizinische Versorgung im ländlichen Raum zu sichern. Foto:MHB zm116 Nr. 19, 01.10.2026, (1488) Foto: Seventyfour – adobe.stock.com
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