40 | ZAHNMEDIZIN AUS DER WISSENSCHAFT Wirkt die adjuvante häusliche aPDT bei der UPT? Søren Jepsen Dass Firmen die Wirksamkeit ihrer Produkte wissenschaftlich belegen wollen, ist legitim. Vertrauen entsteht, wenn eine solche Studie unabhängig designt und durchgeführt wurde. Bei dieser Arbeit aus Finnland zur häuslichen Applikation einer aPDT (Lumoral) haben zwei Anteilseigner des Lumoralherstellers Koite Health Oy mitgewirkt. Da die Idee der aPDT prinzipiell interessant ist, haben wir uns die Studie dennoch angesehen. Die antimikrobielle photodynamische Therapie (aPDT) wird im Rahmen der S3-Leitlinie zur Behandlung der Parodontitis Stadium I–III nicht empfohlen und auch ein sehr umfangreiches, aktuelles Cochrane-Review [Jevøe-Storm et al., 2024] bescheinigt eine schwache Evidenzlage für deren professionelle Anwendung. Die jetzt veröffentlichte randomisierte klinische Studie (RCT) bewertete erstmals den ergänzenden Effekt und die Sicherheit wiederholter, zu Hause durch den Patienten applizierter „Dual-Light aPDT“ auf die parodontalen Behandlungsergebnisse in der Phase der unterstützenden parodontalen Erhaltungstherapie (UPT). Die Autoren stellten die Hypothese auf, dass bei Patienten in der UPT eine professionelle Instrumentierung in Kombination mit regelmäßiger häuslicher „Dual-Light aPDT“ durch den Patienten selbst die Last des supragingivalen Biofilms verringert und so die Entzündung beeinflusst, wodurch die parodontalen klinischen Parameter verbessert werden können. Material und Methode 200 Parodontitispatienten in den Stadien I–III in der UPT erhielten randomisiert entweder eine professionelle Instrumentierung aller Taschen mit Foto: Koite Health Oy zm116 Nr. 12, 16.06.2026, (994)
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