TITEL | 49 plantatpositionen in einem einzigen integrierten Workflow erfasst werden können, ohne ein zusätzliches Gerät und Schritte zur Datenzusammenführung. Der SHINING 3D Aoralscan Elite, der als erster IOS ein integriertes IPG-Modul direkt in den Scannerkopf integriert, stellt dabei den derzeitigen Entwicklungsstand dieser Technologie dar [Pozzi et al., 2025]. Eine aktuelle systematische Übersichtsarbeit bestätigt, dass Fotogrammetriebasierte Systeme für verblockte implantatgetragene Ganzkieferversorgungen zuverlässig präzise sind, wenngleich die Evidenzbasis noch überwiegend auf In-vitro-Daten beruht [Gómez-Polo et al., 2023]. Beide Verfahren bieten gegenüber konventionellem IOS erhebliche Vorteile: eine reduzierte Fehlerakkumulation, eine verbesserte Passivität der Versorgung und eine höhere Reproduzierbarkeit – entscheidende Faktoren für den Langzeiterfolg von implantatgetragenen Restaurationen. KI und Softwareinnovationen Softwareinnovationen überholen zunehmend Hardwarefortschritte in ihrer Bedeutung für die Praxistauglichkeit. Moderne IOS sind keine reinen Abformgeräte mehr, sondern digitale Plattformen, die den gesamten diagnostischen und therapeutischen Workflow integrieren [Eggmann & Blatz, 2024]. KI-basierte Algorithmen übernehmen mittlerweile folgende Aufgaben: automatische Artefaktelimination (Wangen, Zunge, Speichel), Bildsegmentierung einzelner Zähne für kieferorthopädische Analysen, automatische Randliniendetektion bei Präparationen und – ansatzweise – die Erstellung automatischer Zahnstatuserhebungen direkt aus dem Scan. Eine DeepLearning-Studie erreichte dabei bereits im Jahr 2022 in 94 Prozent der Fälle klinisch akzeptable Segmentierungsergebnisse ohne manuelle Korrekturen [Hao et al., 2022]. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Molaren anhand von IOS-Bildern KI-gestützt nach Restaurationstyp zu klassifizieren [Eto et al., 2022]. Ein weiterer Trend ist die Entwicklung hin zu offenen Schnittstellen. Einer transnationalen Befragung zufolge unterstützen alle 21 meistgenutzten IOS mittlerweile offene Datenformate (STL, OBJ, PLY), die die Weitergabe an beliebige Labore und CAD/CAM-Systeme ermöglichen [Al-Hassiny et al., 2023]. Das Gegenstück – das geschlossene System mit Herstellerbindung – verliert zunehmend Marktanteile, da die Anwender Flexibilität und Kosteneffizienz priorisieren. Foto: Candra – stock.adobe.com, splitov27 – stock.adobe.com SCHON GEFOLGT? Ihre Pause. Ihr Feed. Ihr Praxiswissen. Jetzt folgen und keine News verpassen: zm – Zahnärztliche Mitteilungen Erhalten Sie die wichtigsten News aus Praxis, Politik & Wissenschaft und die spannendsten Beiträge von zm – Zahnärztliche Mitteilungen direkt in Ihren Feed. Obüber LinkedInoder Facebook: bleiben Sie informiert, vernetzt und immer einen Schritt voraus in der Zahnmedizin.
RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=