PRAXIS | 77 Beiträge viel zu hoch und zum anderen die Bedingungen veraltet sind.“ Dabei vergleicht eine Software die alten Bedingungen mit möglichen neuen Bedingungen und arbeitet die prozentuale Wertigkeit des Schutzes sowie die Unterschiede der Policen heraus. „Die neuen Bedingungen sind in den meisten Fällen wesentlich vorteilhafter für die Kunden“, berichtet er. Ein Wechsel sei wie bei anderen Versicherungen möglich, jedoch mit einer erneuten Gesundheitsprüfung verbunden. Gerade die letzten Jahre im Beruf sollte man absichern „Weiter sehen wir immer wieder, dass das Endalter zu gering ist, da die Verträge häufig nur bis zum 60. Lebensjahr abgeschlossen wurden“, so der Experte. Dabei steige das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch Krankheit laut Statistiken ab den 50ern erkennbar an. GRUPPENVERSICHERUNGSVERTRAG DER BZÄK Eine niedrigschwellige Alternative zur eigenen privaten BU-Versicherung kann der Gruppenversicherungsvertrag der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) sein, der sich durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und nur drei Gesundheitsfragen auszeichnet, erklärt Seidenstücker. Darüber hinaus gibt es Bedingungsvorteile, etwa eine Nachversicherungsgarantie bis 6.000 Euro monatlich BU-Rente und die flexible Anpassung auf veränderte Lebensumstände durch Herabsetzen und Erhöhung der Rente. Ein Versicherer darf für eine festgelegte Gruppe über einen Verband, Firma oder Kammer einen Gruppenvertrag mit Sonderkonditionen (Rahmenvertrag) anbieten. Die drei Gesundheitsfragen beziehen sich auf die letzten drei Jahre, abgefragt werden dabei nur schwere Krankheiten, beispielsweise Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall oder der Psyche. „Normalerweise gibt es mehr als zehn detaillierte Fragen, die sich auf die letzten zehn Jahre beziehen. Durch die sehr eingeschränkten Fragen können sich auch Zahnärzte/innen mit leichten Vorerkrankungen versichern“, legt der Experte dar. Das maximale Eintrittsalter ist das 57. Lebensjahr, so Seidenstücker. Man kann eine Rente von anfänglich 2.500 Euro zuzüglich einer dynamischen Anpassung bis zum Endalter 67 wählen. Die genannten Erhöhungsoptionen sind Bestandteil des Gruppenvertrags. „Auch wenn schon eine Berufsunfähigkeitsabsicherung besteht, lohnt sich eine Überprüfung, denn durch die günstige Kalkulation können Zahnärzte Beiträge sparen und Bedingungen optimieren“. Beispiel aus der Praxis Eine 51-jähre Kieferorthopädin hat bis zum Endalter 65 im Jahr 2005 eine selbstständige BU bei einem namhaften Versicherer abgeschlossen. Aufgrund der dynamischen Anpassungen beträgt die Rente mittlerweile 2.412 Euro und der monatliche Beitrag 141,11 Euro. Durch die Neuberechnung mit dem Gruppenvertrag der BZÄK konnte der Beitrag auf 88 Euro bei gleicher Rente und Laufzeit gesenkt werden. Durch die Kündigung beim alten Versicherer hat sich noch ein sogenannter Rückkaufwert von 5.578,88 Euro ergeben. Wenn man nun die monatliche Beitragsersparnis auf die nächsten 14 Jahre mit dem Rückkaufwert addiert, so beträgt die Gesamtersparnis 14.501,36 Euro. Das ist aber nur die Beitragsseite. Die Kundin hat dazu den besseren, hochwertigen Versicherungsschutz. busch-dentalshop.de Kronentrennen leicht gemacht... mit ZIRAMANT-Schleifern: • Spezialdiamantierung • effiziente Schneidleistung • hohe Standzeit ZrO2 20% Rabatt imShop! bis 30.06.26 Foto: C. Schüßler – stock.adobe.com
RkJQdWJsaXNoZXIy MjMxMzg=