36 | TITEL Der Behandlungsverlauf bestand aus zwei klinischen Teilindikationen: einer Socket Preservation mit späterer Implantation in regio 24 sowie einer Wurzelamputation mit Kamm-erhaltender Defekttherapie an Zahn 26. Sowohl beim implantologischen als auch beim parodontalchirurgischen Eingriff wurde PRF als Matrix (Plug) und/oder in flüssiger Form zur Biologisierung des Augmentats eingesetzt. Der Nahtverschluss erfolgte fallbezogen (primär oder nur adaptiert) mit einer strukturierten Nachsorge. Die Biologisierung des jeweiligen Augmentats mittels PRF wurde eingesetzt, um die frühe Wundheilung und die Gewebeintegration zu unterstützen. Die 54-jährige Frau stellte sich mit Beschwerden an den Zähnen 24 und 26 vor. Ihr ausdrücklicher Wunsch war der größtmögliche Zahnerhalt. Im Verlauf stellte sich jedoch Zahn 24 als nicht erhaltbar heraus. Zuerst wird separat das Procedere an Zahn 24 beschrieben, auch wenn sich die Therapieschritte zum Teil zeitlich überlappten. Das PRF wurde in diesem Fall als unterstützendes Biomaterial eingesetzt, um mittels Biologisierung des xenogenen Knochenersatzmaterials den Heilungsprozess zu fördern und das Volumen des Kieferkamms zu erhalten. Die Wundheilung verlief zufriedenstellend und es zeigte sich ein stabiler Volumenerhalt im Bereich des Kieferkamms nach der Operation. Kasuistik 24 Anamnese und Diagnostik Die systemisch gesunde Patientin stellte sich mit einer rezidivierenden Entzündung des Zahnes 24 vor. Aufgrund der klinischen Symptomatik in ZWEI FALLBEISPIELE ZUR BIOLOGISIERUNG DES AUGMENTATS PRF in Implantologie und Parodontalchirurgie Torsten Conrad, Jens Weusmann, James Deschner, Sharam Ghanaati Platelet-Rich Fibrin (PRF) kann den natürlichen Wundheilungsprozess nach oralchirurgischen Eingriffen beschleunigen. Anhand von zwei Fällen – Socket-Sealing mit späterer Implantation an Zahn 24 sowie einer Wurzelamputation an Zahn 26 – zeigen wir das Vorgehen, die Materialkombinationen und den Heilungsverlauf. zm116 Nr. 18, 16.09.2026, (1374) Abb. 1a: klinische Ansicht des längsfrakturierten Zahnes 24 Abb. 1b: DVT-Aufnahme des Zahnes 24 Abb. 2: Zahn 24 unmittelbar nach Extraktion mit makroskopisch sichtbarem Frakturspalt (2a) sowie Röntgenaufnahme nach Extraktion (2b) a b
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