78 | PRAXIS ZEHN JAHRE PRAXISAWARD – TEIL 2 Diese Präventionsideen wurden preisgekrönt Der „PraxisAWARD Prävention“ zeichnet Zahnärztinnen und Zahnärzte für ihre Projekte im Bereich Prävention aus. Er ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und CP GABA ausgeschrieben. Im November wird der Preis zum 10. Mal verliehen. Gewonnen haben über die Jahre ganz verschiedene Projekte. Manche konnten sich etablieren, andere noch nicht. „GlobeSmile“ 2021 haben Dr. Anna-Lena Hillebrecht und Simone Steffens vom Universitätsklinikum Freiburg mit ihrem Projekt „Globe Smile“ gewonnen. Ausgezeichnet wurde ihre kultursensible OnlinePlattform zur Verbesserung der Mundgesundheitskompetenz von Menschen mit Fluchthintergrund. Das Projekt richtet sich an Personen, die auf der Flucht aufgrund sprachlicher, struktureller oder sozialer Barrieren häufig keinen oder nur eingeschränkt Zugang zu präventiven Angeboten haben. „Wir haben kurze Erklärvideos entwickelt, die zentrale Maßnahmen der täglichen Mundhygiene verständlich vermitteln und unabhängig von Ort, Zeit und persönlicher Beratung verfügbar sind. Die Clips wurden in arabischer, persischer und türkischer Sprache vertont“, berichtet Hillebrecht. Wie ging es weiter? GlobeSmile wurde kontinuierlich weiterentwickelt und evaluiert, auch das Projektteam ist gewachsen. Es kamen neue Sprachen hinzu und die Videos stehen heute über den GlobeSmileKanal auf YouTube öffentlich zur Verfügung. Für die Zukunft ist geplant, gemeinsam mit geflüchteten Personen Videos in weitere Sprachen (Französisch oder Somali) zu übersetzen. „Mich freut sehr, dass GlobeSmile inzwischen weit über den ursprünglichen lokalen Kontext hinaus genutzt wird. Die Videos finden heute auch im Rahmen zahnmedizinisch-humanitärer Einsätze Verwendung – beispielsweise in Erstunterkünften für geflüchtete Menschen in Griechenland oder bei Einsätzen in Nepal. Gerade dort zeigt sich der Gedanke des Projekts besonders deutlich: Präventionswissen kann auch vermittelt werden, wenn reguläre Versorgungsstrukturen, eine gemeinsame Sprache oder eine kontinuierliche Betreuung fehlen“, erzählt Hillebrecht. Für die Zukunft möchte sie das Angebot weiter offen und international verfügbar halten sowie zusätzliche Sprachen und Einsatzkontexte erschließen. „PregDenti“ 2020 erhielt die Hebamme und Pflegemanagerin (M.A.) Christiane Klekamp denPreisfür„KonzeptionelleIdeenzum PregDenti Netzwerk“. Das Netzwerk sollte mehrere Professionen, die zur Verbesserung und Erhaltung der Zahngesundheit schwangerer Frauen beitragen, zusammenbringen. Der Name setzt sich zusammen aus den Wörtern „Preg“ als Abkürzung für Pregnancy und „Denti“, italienisch für Zähne. zm116 Nr. 18, 16.09.2026, (1416) „GlobeSmile“ entstand aus der Idee, sprachliche und kulturelle Barrieren in der Mundgesundheitsprävention möglichst niedrigschwellig zu überwinden. Foto: CP Gaba „PregDenti“ will über funktionierende Netzwerk-Strukturen die Zahngesundheit von Schwangeren verbessern und erhalten helfen. Foto: CP Gaba
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