Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 19

74 | POLITIK ZAHNÄRZTLICHE VERBÄNDE ZUR SICHERUNG DER AUSBILDUNGSKAPAZITÄTEN „Landespolitik muss öffentliche Studienplätze in der Zahnmedizin ausbauen!“ „Die vorrangige Verantwortung für eine wissenschaftsbasierte zahnmedizinische Ausbildung bleibt nichtsdestotrotz staatliche Aufgabe.“ Elf zahnärztliche Organisationen und Verbände fordern die Politik auf, die öffentlichen Studiengänge in der Zahnmedizin auszubauen und zu finanzieren. Die Ausbildung von Zahnärztinnen und Zahnärzten ist Teil öffentlicher Daseinsvorsorge, der die Bundesländer in ihrer Verantwortung für eine wissenschaftsbasierte, qualitativ hochwertige und sozial gerechte zahnmedizinische Ausbildung nachkommen müssen.“ Das fordern die Vereinigung der Hochschullehrer für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (VHZMK), der Medizinische Fakultätentag (MFT), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), das Deutsche Netzwerk Versorgungsforschung (DNVF), die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie (DGKFO), die Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG), die Deutsche Gesellschaft für Parodontologie (DG Paro), die Deutsche Gesellschaft für Prothetische Zahnmedizin und Biomaterialien (DGPro) und die Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ) in ihrer gemeinsamen „Stellungnahme zur Situation der Studienplätze im Staatsexamensstudiengang Zahnmedizin in Deutschland“. Die private Ausbildung wird vorangetrieben Was die bedarfsgerechte Planung und Finanzierung von Zahnmedizin-Studienplätzen an staatlichen Hochschulen betrifft, beobachten die zeichnenden Verbände demnach dramatische Fehlentwicklungen: „Anstatt an etablierten staatlichen Hochschulen die Ausbildungskapazität zu sichern und gegebenenfalls bedarfsgerecht anzupassen, werden Ausbildungskapazitäten außerhalb der staatlichen Hochschulen politisch als scheinbar kostengünstigere Lösung gesehen oder sogar vorangetrieben.“ Aktiv oder im Aufbau seien inzwischen weitere private Hochschulen mit Staatsexamensstudiengängen in der Zahnmedizin: „Die Universität Witten/Herdecke ist dabei ein Foto: Anna Jurkovska-stock.adobe.com zm116 Nr. 19, 01.10.2026, (1508)

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