Zahnaerztliche Mitteilungen Nr. 21

28 | ZAHNMEDIZIN destens 2 mm Höhe nach endodontischen Eingriffen benötigten. Bei der Kompositgruppe wurden Zähne eingeschlossen, die eine minimale ZervikalOkklusalhöhe der Restzahnsubstanz von 2 mm hatten. Die Patienten mussten eine gute Mund- und allgemeine Gesundheit sowie bilaterale posteriore okklusale Kontakte aufweisen. Zu den Ausschlusskriterien gehörten unbehandelte Kiefergelenkserkrankungen, abnehmbare Teil- oder Totalprothesen, eine erhöhte Zahnbeweglichkeit, beeinträchtigende Parodontalerkrankungen oder persistierende periapikale Läsionen nach endodontischer Behandlung. Detaillierte Informationen zur Stichprobengrößenberechnung zum Randomisierungsverfahren können der Originalstudie entnommen werden. Anfertigung der Restaurationen Alle Behandlungen wurden an der Federal University of Pelotas (Brasilien) von Studierenden unter der Aufsicht erfahrener Behandler vorgenommen. Wurzelkanalbehandlungen wurden mit einer Crown-Down-Technik unter Kofferdam durchgeführt, wobei alle Materialien entsprechend den Anweisungen des Herstellers verwendet wurden. Nach Abschluss der Wurzelkanaltherapie wurden genormte Glasfaserstifte nach einem vorgegebenen Protokoll streng nach den Anweisungen des Herstellers inseriert. Zu der Zeit, als diese randomisierte klinische Studie geplant wurde, wurden Metallkeramik-Kronen weithin als die Referenzbehandlung für endodontisch behandelte Zähne mit ausgedehntem koronalem Verlust angesehen, insbesondere wenn intraradikuläre Stifte erforderlich waren. Daher wurden in der Studie metallkeramische Kronen als Kontrollintervention ausgewählt. Vor der Herstellung der Kronen wurden die Zähne mit einer Aufbaufüllung versehen und anschließend präpariert und abgeformt. Bis zur Zementierung der Metallkeramik-Krone, die etwa zwei Wochen später stattfand, wurde eine provisorische Krone platziert. Alle Kronen wurden mit einem Kompositzement eingesetzt. Direkte Restaurationen wurden mit einem Mikro-HybridKomposit hergestellt. Klinische Bewertung Die Restaurationen wurden von einem ausgebildeten und intra-examinerkalibrierten unabhängigen Prüfer (kappa = 0,89) anhand der FDI-Kriterien bewertet, die ästhetische, funktionelle und biologische Eigenschaften berücksichtigen. Der Erfolg oder Misserfolg jeder Wiederherstellung wurde auf der Grundlage eines FünfPunkte-Bewertungssystems mit folgenden Klassifizierungen bestimmt: (1) klinisch ausgezeichnet / sehr gut, (2) klinisch gut, (3) klinisch zufriedenstellend, (4) klinisch unbefriedigend und (5) klinisch schlecht. Als erfolgreich angesehen wurden Restaurationen, wenn sie mit den Scores 1, 2 oder 3 bewertet wurden. Wenn sie mit dem Scores 4 oder 5 bewertet wurden, wurden sie als Misserfolg betrachtet. Bei Restaurationen mit Score 4 wurde überprüft, ob sie repariert werden können, diejenigen mit Score 5 wurden ersetzt. Zusätzlich wurde die Art des Versagens für weitere Analysen dokuzm116 Nr. 21, 01.11.2026, (1654) In diesem Beispiel kann der Zahn sowohl mit Komposit aufgebaut als auch mit einer Krone versorgt werden. Beide Optionen bieten über lange Zeiträume unterschiedliche Vor- und Nachteile. Deshalb sollte die Abwägung immer individuell für den konkreten Patientenfall getroffen werden. ZM-LESERSERVICE Die Literaturliste kann auf www.zm-online.de abgerufen oder in der Redaktion angefordert werden. Foto: Elmar Hellwig

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