ZAHNMEDIZIN | 55 plausibilisieren: Bisshöhe, Bisslage (anhand der zentrischen Verschlüsselung), Mittellinie; bei Inkonsistenz erneute Registrierung durchführen 4. Übergabe der Datenpakete (Upload -> Planung -> Fertigung) Upload der Datensätze plus Fotodokumentation und strukturierter Befundnotiz (zum Beispiel BDS Checkliste [Merz Dental, 2026]) Konstruktion im Dentallabor: Entscheidung zwischen (a) digitaler Replikation durch Konstruktion einer regelrechten Prothese in Orientierung an der vorhandenen Situation (b) gezielter Konstruktion einer regelrechten Prothese unter Behebung erkannter Fehler/Probleme der bereits getragenen Prothese (c) Bei unsicherer Lage sollte eine Konstruktion als Einprobe im 3DDruckverfahren umgesetzt werden (Try-in). 5. Wann sollte ein Try-in eingeplant werden? Ein Try-in (Diagnostikprothese beziehungsweise Einprobe auf Basis, Abbildung 8) sollte insbesondere eingeplant werden, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien vorliegt: Die Prothese ist klinisch instabil oder die Schlusslage erscheint nicht reproduzierbar. Eine gezielte Veränderung der Ästhetik (zum Beispiel Mittellinie, Lächellinie, Lippen- und Wangenstütze) ist beabsichtigt. Eine deutliche Erhöhung des vertikalen Abstands ist erforderlich. Deutliche Randkorrekturen sind erforderlich (Extension, Ventilrand, bewegliche Mukosa). Die neuromuskuläre Kontrolle ist eingeschränkt (zum Beispiel stark wechselnder Bissschluss). zm116 Nr. 21, 01.11.2026, (1681) Abb. 6: Die Daten können direkt aus der Scansoftware geteilt werden. Foto: Ramona Schweyen, Frank Poerschke Abb. 7: Durch eine Verknüpfung mit der Scansoftware des Intraoralscanners kann der Konstrukteur im Labor unmittelbar auf die Daten zugreifen. Foto: Ramona Schweyen, Frank Poerschke Abb. 5: Die vorbereiteten Prothesen werden mit einem IOS-System vor Ort abgescannt. Der Zahnersatz kann dem Patienten danach wieder übergeben werden. Foto: Ramona Schweyen, Jeremias Hey Abb. 8: Im 3D-Druckverfahren erstellte Try-in-Prothesen (Einprobe) können, falls erforderlich, jederzeit in den Ablauf integriert werden. Foto: Ramona Schweyen, Frank Poerschke
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