ZAHNMEDIZIN | 63 Der chirurgische Datensatz Eine aktuelle internationale Expertenempfehlung zur patientenindividuellen Dysgnathiechirurgie formulierte die Erfordernisse an einen Planungsdatensatz: ein hochauflösendes CT oder DVT, ein intraoraler Scan oder ein gescanntes Modell, wahlweise eine Weichgewebsoberfläche, ein standardisiertes Aufnahmeprotokoll und aktuelle Bilddaten [Nastri et al., 2025] (Abbildung 1). Der letzte Punkt wird regelmäßig unterschätzt, da fortgesetzte Zahnbewegungen, das Wachstum oder Resorptionen die Morphologien verändern und die vordem noch korrekten Daten veralten lassen können, ohne dass sich das bei der Planung notwendigerweise bemerkbar macht. Tabelle 1 ordnet diese Ebenen; der IOS tritt darin nicht an die Stelle des Röntgenbildes, sondern korrigiert dessen Schwäche im Bereich der Zähne und des Weichgewebes. zm116 Nr. 21, 01.11.2026, (1689) PD Dr. med. Dr. med. dent. Sebastian Pietzka MKG-Chirurgie am Brenzpark Kurze Str. 7, 89522 Heidenheim an der Brenz Foto: privat Dr. med. Dr. med. dent. Diana Heimes Klinik und Poliklinik für Mund-, Kieferund Gesichtschirurgie – Plastische Operationen, Universitätsmedizin Mainz Augustusplatz 2, 55131 Mainz Foto: privat 2001–2007: Studium der Medizin an der Johannes-GutenbergUniversität, Mainz, sowie an der Universität Zürich, Schweiz 2004–2010: Studium der Zahnmedizin an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt, sowie an der Johannes-GutenbergUniversität, Mainz 2007–2013: Assistenzarzt an der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universitätsmedizin Mainz 2012/2013: Gastprofessor der Harvard Medical School, Boston, MA, USA 01/2014: Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der Universitätsmedizin Rostock: Assistenzarzt, Oberarzt 08/2017: Ernennung zum Stellvertretenden Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kieferund plastische Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Rostock 01/2018: Ernennung zum Leitenden Oberarzt / Stellvertretenden Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und plastische Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Mainz 01/2021: Ruf auf die W2-Professur für „Plastisch-rekonstruktive Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie“ an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Mitglied in zahlreichen nationalen und internationalen Fachgesellschaften, Mitarbeit bei wissenschaftlichen Fachzeitschriften, unter anderem bei „Clinical Oral Investigations“ Forschungsschwerpunkte: Rekonstruktion des Gesichtsschädels, Biomaterialien, Tissue Engineering, Kiefergelenkschirurgie, Tumorbiologie, Tumorprävention, Schmerz und Anästhesie Univ.-Prof. Dr. Dr. Peer W. Kämmerer, MA, FEBOMFS Leitender Oberarzt / Stellvertr. Klinikdirektor Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie – Plastische Operationen, Universitätsmedizin Mainz Augustusplatz 2, 55131 Mainz Foto: Kämmerer BILD- UND OBERFLÄCHENDATEN DES VIRTUELLEN PATIENTEN Modalität Erfasst Rolle Typische Limitierung DVT /CT Knochen, Gelenk, Nervenkanal, Kieferhöhle Diagnostik, Osteotomieplanung, Implantatposition, Risikostrukturen Zahnoberflächen, Metallartefakte, Okklusion Intraoralscanner Zahnoberflächen, Gingiva, registrierte Kieferrelation Okklusion, zentrische Relation, Passung von Splinten und Schablonen Multibracketapparatur, Speichel und Blut, eingeschränkte Mundöffnung, Aneinanderfügen langer Zahnbögen Laborscan eines Modells Modelloberfläche Alternative ohne Intraoralscanner Abform- und Modellfehler bleiben erhalten Extraoraler Gesichtsscan Gesichtsweichgewebe Asymmetrie, Dokumentation, Verlauf, Kommunikation Mimik, Haare/Bart, Kopf- und Unterkieferlage Tab. 1 Quelle: Kämmerer et al.
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